Für viele Schweizer KMUs beginnt der Start mit Google Ads oder Meta Ads mit einer einfachen Frage: “Wie viel muss ich mindestens ausgeben, um mit Google Ads-Kampagnen zu beginnen?”
Das hören wir oft. In der Regel kommt es von Unternehmen, die ein “Pilotprojekt” starten möchten. Eine Möglichkeit, das digitale Wasser zu testen und die Möglichkeiten (und Nachteile) der Online-Werbung zu verstehen.
Aber hier ist die Wahrheit: Wenn Sie mit einem zu kleinen Budget beginnen, wird es nicht funktionieren.
Warum CHF 1’000 vielleicht nicht genug sind
Ein Werbebudget von CHF 1’000 pro Monat galt als das Minimum, um ein Google Ads-Konto zu eröffnen. Das mag zwar immer noch funktionieren, wenn Sie auf Klicks optimieren, aber oft nicht, wenn Sie auf Conversions abzielen.
Und warum? Weil die KI von Google Daten benötigt, um die Auslieferung der Kampagne zu optimieren.
Stellen Sie sich vor, Sie verkaufen eine B2B-Dienstleistung oder ein hochwertiges Produkt im Wert von 10’000 Schweizer Franken (CHF). Nehmen wir an, 1000 CHF sind die Kosten, um einen Kunden oder einen Lead zu bekommen (nicht ungewöhnlich). Das bedeutet, dass Sie mit einem monatlichen Budget von 1’000 CHF genau einen Lead kaufen können.
Ein Lead ist für Google nur ein einziger Datenpunkt. Das macht es für einen Algorithmus unmöglich, auf der Grundlage eines einzigen Ereignisses auf Erfolg zu optimieren. Wenn das passiert, sind Sie gezwungen, für “minderwertige Signale” wie Klicks zu optimieren.

Die Gefahr der Optimierung für Klicks
Ein “Klick” ist immer weniger ein zuverlässiges Signal für eine Absicht. Zwischen Spam-Bots, Arbeitssuchenden und zufälligen Klicks ist der Traffic nicht immer gleichbedeutend mit Interesse. Wenn Sie Ihr Budget für die Jagd nach Klicks ausgeben, weil Sie nicht genügend Daten für Konversionen haben, kaufen Sie in den meisten Fällen “minderwertigen Traffic”.
Berechnen Sie Ihr minimales Einstiegsbudget
Anstatt eine zufällige Zahl auszuwählen, empfehlen wir Ihnen, von Ihren Zielen aus rückwärts zu arbeiten.
- Identifizieren Sie Ihre Zielkonversionen: Was ist die wichtigste Aktion, die der Kunde auf der Website durchführen muss (in der Regel das Ausfüllen eines Formulars oder das Abschließen eines Kaufs).
- Schätzen Sie die Kosten pro Lead: Im Schweizer B2B-Sektor ist es oft unrealistisch, einen Lead für 100 CHF zu erwarten. Bei hochwertigen Produkten können Sie mit 200 CHF oder mehr rechnen.
- Rechnen Sie nach: Wenn 10 Leads jeweils CHF 200 kosten, sollten Sie mindestens CHF 2’000 für Medien ausgeben – plus Verwaltungsgebühren, um sicherzustellen, dass die Kampagnen tatsächlich optimiert werden.
Hinweis: Wahrscheinlich sind 15 Conversions pro Kampagne die bessere Option (zumindest wenn Sie Ziel-ROAS-Kampagnen anstreben). Aber am Anfang ist das nicht immer machbar.
Wann und wie Sie skalieren
Unsere Philosophie ist es, mit dem kleinsten Budget zu beginnen, das für Ihre Branche logisch sinnvoll ist, und es dann zu erhöhen.
Bei der Skalierung geht es nicht nur darum, mehr Geld für die gleichen Anzeigen auszugeben. Wenn Sie wachsen, entwickeln wir die Strategie weiter:
- Diversifizierung der Kampagnen: Von der einfachen Suche zum taktischen Retargeting.
- Tiefe Integration: Verbinden Sie Ihre Anzeigen mit Ihrem CRM, um den tatsächlichen Umsatz zu verfolgen, nicht nur die Leads.
- Optimierung der Konversionsrate (CRO): Verbessern Sie Ihre Landing Pages, damit jeder ausgegebene Schweizer Franken besser wirkt.
Das Ziel ist es, die “Obergrenze der Rentabilität” zu finden.
Sie erhöhen den Wert so lange, bis der Return on Ad Spend (ROAS) abzuflachen beginnt. An diesem Punkt haben Sie die unmittelbare Marktnachfrage ausgeschöpft und die höchste Effizienz erreicht. Wenn Sie über diesen Punkt hinaus mehr ausgeben, bringt das keine höheren Einnahmen, sondern macht Ihre Anzeigen nur noch teurer.
Die Faustformel für Marketingbudgets
Wenn Sie nach einem Richtwert für Ihre gesamten Marketing- und Kommunikationsausgaben (einschließlich Google Ads, aber auch offline wie Messen und Kataloge) suchen, finden Sie hier einige Bereiche für den Schweizer Markt:
- B2B-Unternehmen: 2% bis 5% des Gesamtumsatzes.
- B2C-Unternehmen: 5% bis 10% des Gesamtumsatzes.
- Margenstarke/SaaS/Luxusprodukte: Diese Unternehmen können oft mehr ausgeben, da sie in diesem Bereich wettbewerbsfähig sind und größere Margen erzielen.
- Startups/Hyperskalierer: Sie könnten 50% Ihres Umsatzes ausgeben, um die kritische Masse zu erreichen, die für eine langfristige Rentabilität erforderlich ist.
Für ein B2B-Unternehmen mit einem Umsatz von CHF 1 Mio. könnte das gesamte Marketingbudget zwischen CHF 20k und CHF 70k liegen. Davon fließen vielleicht 30.000 CHF in Google Ads, während der Rest für Messen, SEO oder Inhalte verwendet wird.

Ein letzter Gedanke
Google Ads ist ein starker Wachstumsmotor, aber er läuft nicht mit leerem Tank.
Fragen Sie nicht: “Was ist das Minimum, das ich ausgeben kann?” Fragen Sie: “Wie viele Daten braucht Google, um meinen nächsten Kunden zu finden?
Wir helfen Schweizer KMUs bei der Entwicklung digitaler Strategien, die der Rentabilität den Vorrang vor Eitelkeitskriterien geben. Kontaktieren Sie uns noch heute, um Ihre aktuellen Ausgaben zu prüfen und eine Roadmap zu erstellen, die tatsächlich etwas bringt.